Behandlungsmethoden

Verhaltenstherapie (VT)

Die Verhaltenstherapie ist ein wissenschaftlich fundiertes und bewährtes Verfahren zur Behandlung psychischer Erkrankungen und seelischer Belastungen. Sie geht davon aus, dass Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen miteinander verknüpft sind und sich durch Erfahrungen und Lernprozesse im Laufe des Lebens formen. Ungünstige Muster, die zu Belastungen führen, können in der Therapie erkannt und gezielt verändert werden.

In der Verhaltenstherapie steht das Erleben im Hier und Jetzt im Mittelpunkt. Im Gegensatz zu anderen Therapieformen liegt der Fokus weniger auf biografischen Erfahrungen aus der Kindheit, sondern stärker auf aktuellen Denk-, Gefühls- und Verhaltensmustern und deren Veränderung. Dazu steht ein breites Spektrum an Methoden und Übungen zur Verfügung, die neue Lernprozesse anregen, korrektive Erfahrungen ermöglichen und hilfreiche Denkmuster festigen.

Die therapeutische Arbeit erfolgt aktiv, transparent und zielorientiert. Gemeinsam werden aktuelle Schwierigkeiten und deren Hintergründe verstanden, individuelle Ziele formuliert und konkrete Schritte zur Veränderung erarbeitet. Je nach Anliegen können dabei unter anderem kognitive Techniken, Achtsamkeitsübungen oder Strategien zur Emotionsregulation und Stressbewältigung zum Einsatz kommen.

Klärungsorientierte Psychotherapie (KOP)

Die Klärungsorientierte Psychotherapie (KOP) nach Rainer Sachse ist ein wissenschaftlich fundiertes Verfahren innerhalb der kognitiven Verhaltenstherapie. Ihr Ziel ist es, die inneren Muster, Motive und Bedürfnisse, die das Denken, Fühlen und Handeln eines Menschen prägen, besser zu verstehen und dadurch tiefgreifende persönliche Veränderungen zu ermöglichen.

Im Unterschied zu rein verhaltenstherapeutischen Ansätzen liegt der Fokus in der KOP weniger auf der unmittelbaren Veränderung von Verhalten, sondern auf dem Verstehen der inneren Prozesse, die diesem Verhalten zugrunde liegen. Im Zentrum steht die sogenannte Klärung – das gemeinsame Erforschen, welche Motive, Bedürfnisse und Annahmen das aktuelle Erleben beeinflussen und in welchen biografischen Erfahrungen sie entstanden sind.

Diese Muster und Motive entstehen meist im Laufe des Lebens, häufig in frühen Beziehungserfahrungen, und können unser heutiges Erleben und Handeln maßgeblich prägen. Sie wirken sich oft auch auf die Gestaltung von Beziehungen zu anderen Menschen aus – etwa indem sie beeinflussen, wie wir Nähe zulassen, Grenzen setzen oder auf Kritik reagieren. 

In der Therapie werden solche Zusammenhänge behutsam bewusst gemacht, verstanden und weiterentwickelt. Die Klärungsorientierte Psychotherapie bietet einen achtsamen, gesprächsorientierten Rahmen, in dem eigene Gefühle, Motive und Beziehungsmuster erkannt und neue, stimmigere Erfahrungen ermöglicht werden. Dadurch entsteht Raum für authentischere Selbstwahrnehmung, flexiblere Verhaltensweisen und tragfähigere Beziehungen.

In meiner therapeutischen Arbeit setze ich die Klärungsorientierte Psychotherapie sowohl ergänzend zur klassischen Verhaltenstherapie als auch eigenständig ein – insbesondere dann, wenn das tiefere Verstehen eigener biografischer Prägungen und Beziehungsdynamiken im Vordergrund steht.

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